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Urteil_Bundesgerichtshof

Inhalte mit dem Schlagwort „Rabattwerbung“

19. Oktober 2026

E-Rezept-Rabatt: Unklare Bedingungen in der Werbung

Urteil des OLG Frankfurt am Main vom 23.07.2026, Az.: 6 U 25/26

Eine niederländische Versandapotheke warb im Fernsehen und im Internet mit einem E-Rezept-Rabatt von bis zu 20 Euro. Im Fernsehspot fehlten ausreichend erkennbare Angaben dazu, wie sich die tatsächliche Rabatthöhe berechnet. Die Internetwerbung war zudem irreführend, weil rezeptfreie Arzneimittel von dem Rabatt auf mitbestellte Produkte ausgenommen waren, ohne dass dies hinreichend deutlich wurde. Das OLG Frankfurt gab der Berufung einer Apothekenvertretung statt und untersagte die beanstandeten Werbeformen.

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16. Juni 2026

Lidl-Werbung mit Aktionsrabatten ist irreführend

Urteil des LG Heilbronn vom 03.06.2026, Az.: Me 8 O 182/25

Das LG Heilbronn hat Lidl untersagt, Lebensmittel in Prospekten mit prozentualen Preisvorteilen zu bewerben, wenn die Bezugsgröße für Verbraucher irreführend bleibt. Bei einem Sahnejoghurt durfte die Prozentangabe „AKTION -56%“ nicht auf eine unverbindliche Preisempfehlung bezogen werden, wenn dadurch der Eindruck einer eigenen Preisermäßigung entsteht. Auch die Werbung für ein XXL-Hähnchenbrustfilet mit „-20%“ war unzulässig, weil der Preisvorteil gegenüber einer Standardpackung ohne weitere Angaben nicht nachvollziehbar war.

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