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Landliebe zieht Werbeaussagen über gezuckerte Trinkmilch zurück

11. Dezember 2018
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Milch wird am Schulkiosk immer seltener verkauft, allerdings versucht die Milchindustrie weiterhin alles Mögliche, um ihre Produkte an die Kinder bringen. Ihr Erfolgsrezept: gezuckerter Kakao. Mit Werbeslogans wie „Kakao steigert die Intelligenz“ oder „Kakao zum Frühstück verursacht weniger Karies als Wasser“ kämpft die Branche um jede Schule, um jedes Kind - doch damit soll jetzt Schluss sein. Landliebe unterzeichnete gegenüber foodwatch eine Unterlassungserklärung.

Kakao macht schlau, steigert den IQ, sorgt für bessere Schulnoten, Kakao ist ernährungsphysiologisch gesehen besser als Wasser – und mit Karies gebe es eigentlich auch kein Probleme. Mit diesen Aussagen bewarb das Unternehmen Landliebe ihre gesüßte Schokomilch in einer Elternbroschüre und im Internet als gesundheitsförderlich und berief sich auf Ergebnisse aus einer Auftragsstudie. Auch die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen unterstützten und subventionierten das gemeinsame Schulmilchprojekt mit Landliebe.

Der Verein foodwatch hingegen hielt diese Studie für „unseriös und wissenschaftlich nicht haltbar“. Zudem war für die selbsterkorenen „Essensretter“ klar, dass die Landliebe-Werbung gegen das europäische Lebensmittelrecht verstößt, da konkrete gesundheitsbezogene Werbeaussagen seit 2012 durch EU-Behörden genehmigt werden müssen. Die Werbesprüche der Molkerei gehörten hierbei allerdings nicht zu den erlaubten „Health Claims“.

Daraufhin mahnte foodwatch die Molkerei Landliebe ab. Kürzlich unterzeichnete Landliebe schließlich eine entsprechende Unterlassungserklärung, in der sich die Molkerei verpflichtet, die Aussagen über die gesüßte Schokomilch zukünftig nicht mehr zu verwenden. Auch die Elternbroschüre zog sie im selben Zug zurück und löschte die Werbung von ihrer Internetseite.

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